| 25. November 2006 Portal zur Geschichte veranstaltet Exkursion nach Magdeburg Am Sonnabend, den 25.11., bieten wir eine Exkursion in die Sonderausstellung "Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation - Von Otto dem Großen bis zum
Ausgang des Mittelalters" an. Otto der Große (936–973) griff die antike und karolingische Idee des
Kaisertums auf. Unter seiner Herrschaft erlebten das Reich und ganz Europa eine
außerordentliche Kulturblüte. Kaiser Otto III.
(980–1002) träumte von einem universalen, das ganze Abendland umfassenden
Imperium. Die Königinnen und Kaiserinnen der Ottonen galten als echte
Mitherrscherinnen. In den in Sachsen eingerichteten Damenstiften leiteten
Frauen die politischen Geschicke. Die
Ausstellungsabteilung "Die Ottonen und das Römische Reich" spürt diesen
Entwicklungen nach und zeigt die Einflüsse antik-römischer Vorstellung auf das
Herrschaftsverständnis und die Kunst der Zeit. Für unsere Gruppe ist eine Sonderführung durch die Ausstellung gebucht, die die Gandersheimer Bezüge zu den Ottonen mit berücksichtigt. So kann vor Ort weiterverfolgt werden, wie sich die zunächst nur regionale Herrschaft der Liudolfinger im Laufe des Mittelalters fortentwickelte und auf den europäischen Raum ausweitete. Am Abend kann das
Mittelalter dann einmal aus anderer Perspektive betrachtet werden: Nach etwas
Freizeit sowie gemeinsamem Abendessen findet in Quedlinburg eine Aufführung der
Oper "Otto und Theophano" statt. Der
deutsch-italienische
Dichter Nicolò Francesco Haym verwendete das Libretto der Oper
"Teofane" von
Antonio Lotti und Carlo Pallavicino von 1719, die in Dresden
uraufgeführt
wurde, und schuf daraus ein neues Textbuch, dass verschiedene
historische
Ereignisse zu einem Handlungsstrang verschmelzen lässt. Georg
Friedrich Händels
Vertonung wurde 1723 in London unter dem Titel "Ottone, Re di Germania"
mit
berühmten Sängerstars uraufgeführt, darunter der Kastrat
Senesino, Margherita
Durastanti und Francesca Cuzzoni, die sich bei den Proben weigerte, die
Arie "Falsa imagine" zu singen, sich aber eines Besseren besann, als
Händel die Diva
packte und ihr drohte, sie aus dem Fenster zu werfen. Diese
"Fenstersturzarie"
gehört bis heute zu den bekanntesten und beliebtesten Musiknummern
Händels. In
London wurde "Ottone" bis 1734 mit großem Erfolg gespielt. Schon
1723 und 1725
gab es in Braunschweig Aufführungen in deutscher Sprache, sowie
1726, 1727 und
1729 in Hamburg unter Georg Philipp Telemanns Obhut. Die Inszenierung des Nordharzer Städtebundtheaters anlässlich der Sonderausstellung "Heiliges Römisches Reich" wird durch die Ständige Konferenz Mitteldeutsche Barockmusik gefördert. Spezialisten der Lautten Compagney Berlin sorgen auf historischen Instrumenten für ein barockes Klangerlebnis. Momentaner
Reiseplan: 10.00
Uhr Abfahrt Bad Gandersheim Für Vereinsmitglieder beträgt der Reisepreis inkl. Busfahrt, Ausstellungseintritt und –führung sowie Opernkarten der 1. Kategorie nur € 54.-, für Nicht-Mitglieder nur € 59.-. Eine verbindliche Anmeldung bis zum 23.
September wird erbeten, da die Opernkarten bis zu diesem Wochenende
zurückgelegt sind und dann endgültig reserviert werden müssen. Ab einer Teilnehmerzahl von 25 Personen findet die Fahrt statt. Weitere Informationen erhalten Sie von Gudrun Söffker M.A. unter Tel. (05382) 73 450 oder E-Mail: pzg@bad-gandersheim.de Anmeldungen werden auch gern
als Fax unter der Nummer (05382) 73 370 entgegen genommen. |
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