25. Juni 2009
Tintenherz trifft Kirchenmaus
Bestsellerautorin Cornelia Funke zu Besuch im Portal zur Geschichte
 
Wer kennt Sie nicht? Seit Jahren lieben unzählige Kinder (und viele Erwachsene) die Bücher von Cornelia Funke und lassen sich durch ihre spannenden Geschichten ins Mittelalter entführen. Heute ließ sich Cornelia Funke selbst entführen und besuchte gemeinsam mit ihrer Tochter Anna und dem Literaturkritiker Denis Scheck das Portal zur Geschichte in Bad Gandersheim, das mit seinen Ausstellungen im Kloster Brunshausen und in der Stiftskirche die neu entdeckten Schätze des Frauenstifts Gandersheim liebevoll präsentiert. 
Als starke Frau der Gegenwart genoss sie im Portal zur Geschichte die spannenden Begegnungen mit den starken Frauen der Geschichte. Frau Funke zeigte sich begeistert von der eindrucksvollen Gestaltung der Ausstellungen und ihrer vielfältigen Vermittlung, die auch besonders für Kinder einen spannenden Zugang in die geheimnisvolle Welt des Mittelalters bietet. Wie durch ein Schlupfloch könne man hier in die Vergangenheit eintauchen, lobte die bestens gelaunte Autorin und war sichtlich angetan von den vielen Geschichten aus der Vergangenheit Gandersheims. Ein solch schönes Ausstellungsprojekt, das sich an alle, und nicht nur an wenige Vorgebildete richtet, habe Funke auf ihren vielen Reisen nur selten kennen gelernt. Ein entdeckenswertes Kleinod in der Provinz, wie sie schmunzelnd hinzufügte. Es sei unbedingt notwendig, dass das Portal zur Geschichte noch wesentlich bekannter gemacht würde. Mit Museumsleiter Dr. Thomas Labusiak vereinbarte Cornelia Funke für die Zukunft eine Vernetzung ihrer Internetauftritte.
Der internationale Durchbruch gelang Cornelia Funke 2002 mit der englischsprachigen Ausgabe des „Herrn der Diebe“. Einem breiten Publikum ist sie spätestens seit der Veröffentlichung ihrer Tintenwelt-Trilogie bekannt. Ihre Bücher wurden in 37 Sprachen übersetzt. In der SPIEGEL-Bestsellerliste stieg der dritte Band der Trilogie „Tintentod“ im Oktober 2007 auf Platz 1 ein. Cornelia Funke, die auch schon als „einflussreichste Deutsche“ (Time Magazine) bezeichnet wurde, nimmt in diesem Jahr den Roswitha-Literatur-Preis der Stadt Bad Gandersheim entgegen, den sie als „genuine Geschichtenerzählerin“ (aus der Begründung der Jury) erhält. „Was Sie hier geleistet haben, ist unvorstellbar gut!“, sagte sie in ihrer kurzen Dankesrede über ihren Besuch im Portal zur Geschichte: Ihre Eindrücke aus der Ausstellung nehme sie als „Samenkörner“ mit nach Amerika: „Ihr habt keine Ahnung, was daraus noch werden kann!“


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