10. November 2009
Projekt? Museum! Portal zur Geschichte wird vorläufig in das Museumsregister Niedersachsen aufgenommen
Erst vor etwas mehr als zwei Jahren wurde mit der Klosterkirche Brunshausen der größere Teil der neuen Dauerausstellung im Portal zur Geschichte eröffnet, nun erhält das ambitionierte Projekt gleichsam höhere Weihen: Soeben ist die dritte Runde der Museumsregistrierung in Niedersachsen und Bremen abgeschlossen worden. In einer Feierstunde am 10.11.2009 haben der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann, und Thomas Mang, Präsident des Niedersächsischen Sparkassenverbandes, insgesamt zwölf Museen für ihre qualitativ hochwertige Arbeit ausgezeichnet. Zu den ausgezeichneten Ausstellungshäusern gehört auch Portal zur Geschichte.

Ziel der Museumsregistrierung ist es, zu der Weiterentwicklung und Zukunftssicherung der Häuser beizutragen. Die teilnehmenden Museen durchlaufen einen einjährigen, intensiven Prozess, in dessen Verlauf sie durch Schulungen und von Experten begleitet werden, um ihre Stärken und Schwächen zu analysieren und Verbesserungen zu entwickeln. Drei Partner führen die Museumsregistrierung gemeinsam durch: Das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, der Museumsverband für Niedersachsen und Bremen e.V. und die Niedersächsische Sparkassenstiftung. Die Registrierung geht davon aus, dass Museen weitaus mehr sind als Ausstellungshäuser. Sie betreuen Sammlungen und bewahren sie für die Nachwelt, sie forschen anhand ihrer Sammlungen und vermitteln diese einem breiten Publikum. Dazu bedarf es auch einer gut funktionierenden Organisation mit allen Facetten des Managements von Personal bis Finanzen sowie Werbung und Öffentlichkeitsarbeit. 

Die Registrierung hilft Museen, ihre konzeptionellen Grundlagen zu verbessern. Von Museen werden Leitbild und Statut, Sammlungskonzept und planvolles Arbeiten im gesamten Museumsmanagement gefordert. Im Rahmen der Registrierung werden die Museen bei der Aktualisierung dieser Grundlagen unterstützt. Durch Fortbildungen und Beratung werden die Museen in Bereichen fit gemacht, in denen Nachholbedarf besteht. Die Registrierung hilft kleineren Museen, sich zu professionalisieren, größere Museen unterstützt sie im Modernisierungsprozess.

Eine unabhängige Kommission aus sieben externen Expertinnen und Experten hat die eingereichten Unterlagen geprüft und die Registrierung empfohlen. Die überreichten Urkunden bescheinigen den Häusern die Erfüllung der Standards für Museen. Portal zur Geschichte
 hat eine vorläufige Registrierung erhalten, die mit klar definierten Auflagen verbunden ist. Besonders positiv hervorgehoben wurden die Konzeption und die ansprechende Präsentation der Ausstellungen mit einer gelungenen Vermittlung aktueller Forschungsergebnisse, der hohe Sicherheitsstandard, eine gute Internetpräsenz, die intensive Forschungstätigkeit im Zusammenhang mit dem Forschungsprojekt Frauenstift Gandersheim in Kooperation mit der Universität Göttingen, sowie die deutliche und reflektierte Artikulation der Mängel im Museumsbetrieb. Als Hauptgrund für die Vorläufigkeit der Registrierung firmiert neben der unbefriedigenden Depotsituation vor allem die unsichere finanzielle bzw. strukturelle Situation des Portals zur Geschichte. Aufgrund der aktuellen positiven Entwicklung in diesem Bereich sieht die Museumsleitung optimistisch einer Verwirklichung dieses Zieles und somit auch der endgültigen Registrierung entgegen. 


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