12. November 2009
Verlorene Pracht - Streifzüge durch das Konstantinopel der Prinzessin Theophanu
Am 14. April 972 wurde Prinzessin Theophanu, Nichte des byzantinischen Kaisers Johannes Tzimiskes, in Rom mit Otto II., Thronfolger und Sohn Ottos des Großen, verheiratet. Als Mitkaiserin stieg sie zur mächtigsten Frau des westlichen Reiches auf; ihre Tochter Sophia wurde Äbtissin der Frauenstifte Gandersheim und Essen. Nach dem Tod Ottos II. im Jahr 983 übernahm sie gemeinsam mit ihrer Schwiegermutter Adelheid die Regentschaft.

Über die Herkunft der byzantinischen Prinzessin ist wenig bekannt; dass sie aber im Umfeld des kaiserlichen Hofs in Konstantinopel aufgewachsen ist, kann angenommen werden. Seit dem 4. Jahrhundert Hauptstadt des oströmischen Kaiserreichs, war Konstantinopel im 10. Jahrhundert eine prachtvolle und weltläufige Residenzstadt, wie sie im ottonischen Reich in vergleichbarer Form nicht existierte. Zentrum des öffentlichen Lebens waren der Bezirk zwischen Kaiserpalast, Hagia Sophia und dem Hippodrom, einer gigantischen Pferderennbahn im Herzen der Stadt. Der Vortrag von Museumsleiter Dr. Thomas Labusiak wird die Weltstadt Konstantinopel vorstellen und den einen oder anderen Blickwinkel zeigen, der auch Theophanu vertraut gewesen sein könnte.

Die Veranstaltung am Donnerstag, den 12. November 2009, beginnt um 19.30 Uhr und findet wie gewohnt im Portal zur Geschichte in der Klosterkirche Brunshausen statt. Der Eintritt beträgt € 3,50. Mitglieder des Vereins Portal zur Geschichte e.V. haben wie immer freien Eintritt.



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