Sonderausstellung
Alfred Erhardt
Reformpädagogik und Bauhaus – Naturstudium und künstlerische Abstraktion – Geschichte und Gegenwart.
Eine Ausstellung für alle, die genauer hinsehen wollen.
10. April 2026 bis 16. August 2026
„Wir erkennen wieder, daß alle Materialien ihr lebendiges Wesen , ihr eigenes Leben, ihre eigenen Gesetze haben. Wir sind verpflichtet, diese Gegebenheiten zu achten.“
Quelle:
Alfred Ehrhardt:
Gestaltungslehre. Weimar, 1932, S. 6

Alfred Ehrhardt
1901 bis 1984
Alfred Ehrhardt (1901–1984) war ein vielseitiger Künstler, dessen Schaffen die Grenzen zwischen Musik, Malerei, Fotografie und Film überschritt. Sein Ziel war es, die Welt in ihrer Struktur und Klarheit sichtbar zu machen. Die Werke Ehrhardts überzeugen durch Präzision, Ruhe und eine zeitlose Bildsprache, die den Betrachter in ihren Bann zieht.
Alfred Ehrhardt
und Gandersheim
Gandersheim war für Ehrhardt ein prägender Lebensabschnitt. Sechs Jahre lang unterrichtete er hier Musik, Kunst und Gymnastik und war als Organist und Chorleiter engagiert. In dieser Zeit entwickelte er die künstlerische Haltung, die sein gesamtes Werk tragen sollte – die Verbindung von Naturbeobachtung, formaler Strenge und einem offenen, experimentellen Blick.
Die Ausstellung im Sommerschloss Brunshausen
Die Ausstellung folgt seinem Weg von den frühen Jahren in
Gandersheim
über das
Bauhaus in Dessau
bis zu seinem späteren Erfolg als
Fotograf
und
Filmemacher. Hier wird die Entwicklung seines künstlerischen Schaffens sichtbar, das sowohl die Ästhetik als auch die gesellschaftlichen Strömungen seiner Zeit reflektiert.
Besucher haben die Möglichkeit, in die faszinierende Welt von Alfred Ehrhardt einzutauchen und die Vielfalt seiner Kunstwerke zu erleben. Die Ausstellung bietet einen einzigartigen Einblick in das Leben und die Inspirationen eines Künstlers, der die Kunstszene nachhaltig geprägt hat.
Vor 100 Jahren eröffnete Alfred Ehrhardt in Gandersheim das Roswithajahr 1926 als Organist und Chorleiter.
Im Rahmen des Roswithajahr 2026 wird sein Schaffen nun neu entdeckt.
Die Ausstellung im Sommerschloss Brunshausen zeigt die historische Bedeutung des Ortes, der vor 300 Jahren ein fortschrittliches Bildungsprojekt beherbergte. Hier wird die kreative Weiterentwicklung von Bildungsprojekten am Wirkungsort Roswithas sichtbar.

Die Sonderausstellung präsentiert sein umfangreiches Werk als Musiker, Maler, Bauhäusler, Pädagoge, Fotograf und preisgekrönter Filmemacher – mit starken regionalen Bezügen von der reformpädagogischen Bondy-Schule bis zur Ausmalung der Krypta der Klosterkirche Lamspringe.Gandersheim war für Ehrhardt ein prägender Lebensabschnitt.
Das barocke Sommerschloss ist der historische Mittelpunkt der Ausstellung. Äbtissin Elisabeth von Sachsen-Meiningen gründete 1723 ein fortschrittliches Bildungsprojekt für Mädchen.
Zwei Jahrhunderte später war Gandersheim erneut ein Ort pädagogischer Erneuerung: Drs. Max und Gertrud Bondy schufen ein Landschulheim, das Unterricht, künstlerische Arbeit und gemeinsames Leben verband.
Hier wirkte auch Alfred Ehrhardt, der Ideen der Bauhauspädagogik umsetzte und Impulse für sein späteres künstlerisches Schaffen fand.
Termine
Serviceliste
-
AusstellungseröffnungElement Link Listenelement 1
10. April 2026
um 15:00 Uhr
Sommerschloss Brunshausen
Eintritt:
-
Die Restaurierung der Krypta – Ein Vortrag von Gerold AhrendsElement Link Listenelement 2
19. April 2026
um 14:00 Uhr
Klosterkirche Lamspringe
Eintritt:
-
Bauhaus praktisch Erleben – Ein WorkshopElement Link Listenelement 3
28. Juni 2026
14:00 bis 19:00 Uhr
Sommerschloss Brunshausen
Eintritt:
-
Reformpädagogik der Bondy Schule und Werkunterricht Alfred Ehrhardts. Ein Vortrag von Dr. Lucas KönigElement Link Listenelement 4
27. Juni 2026
19:00 Uhr
Sommerschloss Brunshausen
Eintritt:
Alfred Erhardt in Gandersheim
Hier begann sein Weg
und hier wird Kunst neu Entdeckt
